samstagsKUNST 12/2017

Dieses Mal haben wir uns zum Jahresabschluss etwas ganz besonderes einfallen lassen. In Kooperation mit dem Kunstverein galerie januar e.V. laden wir euch zur letzten samstagsKUNST in diesem Jahr nach Bochum-Langendreer ein. Hier zeigt der Wuppertaler Künstler Felix Contzen seine aktuelle Ausstellung „New Works – but where?“. Wie gewohnt wird unser Kunsthistoriker Thommy Hensolt in die Ausstellung einführen, aber auch der Künstler selbst wird da sein. Im gemeinsamen Gespräch erfahrt ihr mehr über die Foto- und Videoarbeiten, die alle in den vergangenen Monaten während eines USA-Aufenthalts entstanden sind.

In seinen Arbeiten befasst sich Felix Contzen mit dem Gegensatz zwischen echter Natur und der Nachahmung durch den Menschen. Mal zeigt er die reine Natur in großformatigen Aufnahmen der Salzwüste oder des nächtlichen Sternenhimmels. Mal versteckt der Künstler Bäume, Steine oder Kakteen, indem er sie mit Tarnnetzen bedeckt und sie so gleichermaßen hervorhebt und zu den Protagonisten seiner Fotografien macht.

Bei Getränken und einem kleinen Imbiss lassen wir das Jahr ausklingen. Hier könnt ihr mit dem Künstler über seine Arbeiten und seine Ideen sprechen oder einfach miteinander quatschen. Außerdem möchten wir euch unsere Pläne für das kommende Jahr vorstellen. Gerne dürft ihr hier auch Wünsche für Ausflugsziele für 2019 äußern. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Treffpunkt für die samstagsKUNST am 16.12., um 16 Uhr ist der Kunstverein galerie januar e.V, Eislebener Str. 9/In der Schutenbeck, 44892 Bochum.

Wir bitten um Anmeldungen bis zum 10.12. unter raum45@platzfuerkultur.de

raum45 – Extratour: Stadtentwicklung im Essener Südviertel

Zwischen Stadtgarten und Bahnhof Süd – Spuren der Stadtentwicklung im Essener Südviertel

Wer wissen möchte, warum die Rellinghauser Straße gut 1000 Jahre älter ist als alle anderen Straßen links und rechts von ihr, der kommt am 30.9.2017 mit auf unsere Tour vom Stadtgarten zum Bahnhof Süd.

Der Historiker Wilfried Sauter wird uns auf der Route viele interessante Geschichten und Fakten zur Entstehung des Südviertels berichten.

Treffpunkt: 15 Uhr beim Günni am Isenbergplatz (Biergarten des Café Click)

Wegen des grandiosen Wetters am 30.9. findet die Führung am 1.10. um 14 Uhr statt!

Bitte meldet Euch wie gehabt per eMail bis zum 25.9.2017 an.

 

raum45 empfiehlt:

Fast 110 Jahre ist es mittlerweile – das Moltkeviertel. Nur etwas jünger ist der Uhrenturm des heutigen Robert-Schmidt-Berufskollegs, der das Bild des Viertels noch immer prägt.

Zwischen Ruhrallee, Kronprinzenstraße, Rellinghauser Straße und Töpferstraße befinden sich mitunter eindrucksvolle Gebäude, die die fast schon merkwürdig gekrümmten Straßen säumen.

In seinem Vortrag will Thommy Hensolt etwas über den bekannten Stadtplaner Robert Schmidt sowie die Architekten des Viertels erzählen, die hier etwas einzigartiges für Essen geschaffen haben: Sie schufen innovative Doppel- und Reihenhäuser sowie prächtige Stadtvillen und Verwaltungsgebäude.

Dabei hatten Architekten wie Edmund Körner oder Georg Metzendorf neben dem künstlerischen Ansatz auch immer den Anspruch der Bewohner im Blick und schufen unterschiedlichste Entwürfe für ein „menschenwürdiges Wohnen“, wie es Camillo Sitte propagierte.

Einige der Häuser beweisen noch heute, wie weitsichtig die damaligen Architekten waren und wie breit gefächert die Baukunst Anfang des 20. Jahrhunderts gewesen ist.

Wann: 28.9.17, 19 Uhr

Wo: Villa Koppers, International School Ruhr, Moltkeplatz 61

Veranstaltet vom Bürgerverein Moltkeviertel e.V., Eintritt frei.

samstagsKUNST Nr. 07/2017

Thommy Hensolt braucht eine kleine Pause. Die kriegt er.

Wojciech Trompeta ist Architekt und war am Umbau der Kohlenwäsche der Zeche Zollverein beteiligt. Zur nächsten samstagsKUNST führt er uns am 8. Juli 2017 um 15 Uhr über die Schönste Zeche der Welt.

Die zwischen 1928 – 1932 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer erbaute Schachtanlage XII der Zeche Zollverein in Essen wurde nicht nur zur leistungsstärksten Schachtanlage der Welt sondern vor allem zur stilprägenden Industrieanlage der Moderne.

Das Gebäudeensemble gilt als richtungsweisend für den sachlich-funktionalen Industriebau und wurde als architektonische und technische Meisterleistung zur „Schönsten Zeche der Welt“ gekürt.

Unmittelbar nach seiner Stilllegung 1986 wurde der Schacht XII der Zeche Zollverein unter Denkmalschutz gestellt. Unter der Regie der Bauhütte Zollverein begannen die Architekten Heinrich Böll und Hans Krabel ab 1989 mit der schrittweisen Sanierung aller Gebäude auf der Schachtanlage. Von Anfang an folgte die Sanierung der von der Denkmalpflege unterstützten Strategie „Erhalt durch Umnutzung“, so dass unterschiedliche Nutzungskonzepte für die ursprünglich industriell genutzten Bauten entwickelt wurden.

Das Herz der Anlage, die ehemalige Kohlenwäsche, wurde in einer Arbeitsgemeinschaft zwischen Böll & Krabel und OMA 2003 – 2006 für die Nutzung als Besucherzentrum und RuhrMuseum umgebaut.
Die Eingangsebene befindet sich in 24 m Höhe und wird über eine neue „Gangway“ direkt von außen erschlossen.
In den unteren Geschossen entstanden Ausstellungsflächen für das RuhrMuseum, darüber Flächen für das Besucherzentrum.
Der denkmalgeschützte Maschinenbestand wurde in das Umbaukonzept integriert.
Die ehemalige Kohlenaufbereitungsmaschine wurde zum identitätsstiftenden Gedächtnis des Ruhrgebiets.

Treffpunkt am 8. Juli 2017 um 15 Uhr ist die Gangway am Forumsplatz auf der Zeche Zollverein (Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen).

Bitte meldet Euch bis zum 3. Juli unter raum45@platzfuerkultur.de ob ihr teilnehmen werdet.

raum45 empfiehlt:

Straßen zum Platz

Kunst im Essener Isenbergviertel vom 10. bis 24. Juni 2017

Ein Kooperationsprojekt von raum45 mit der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen

Vernissage mit geführtem Rundgang:

10. Juni  17:00 Uhr

Treffpunkt auf dem Isenbergplatz bei den Tischtennisplatten

Finissage mit geführtem Rundgang:

24. Juni  17:00 Uhr

Treffpunkt auf dem Isenbergplatz bei den Tischtennisplatten

Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier: https://strassenzumplatz.jimdo.com/projekte/

samstagsKUNST Nr. 04/2017

Im April feiern wir mit der samstagsKUNST ein Jubiläum. Nein, nicht das unsrige, sondern das der Künstlergruppe ‚junger Westen‘. 1947 formierte sie sich in Recklinghausen und machte damit im Ruhrgebiet den Weg frei für das Wiederaufleben der Moderne.

Nach der Niederwerfung des NS-Regimes und dem Ende des Zweiten Weltkriegs galten ihre Gründer als Hoffnungsträger für einen künstlerischen und moralisch-geistigen Neuanfang. Die Kerngruppe bildeten die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann und Hans Werdehausen sowie der Plastiker Ernst Hermanns. Diese stehen im Mittelpunkt der Wittener Ausstellung.

Daneben sind hier frühe Arbeiten international bekannter Künstler wie Gerhard Hoehme, Hann Trier, K.O. Götz und anderer Künstler zu sehen, die ebenfalls bei den Jahresausstellungen vertreten waren oder der Gruppe zeitweise angehörten, bevor sie sich 1962 auflöste. Unser Kunsthistoriker Thommy Hensolt wird uns in gewohnter Art und Weise etwas über die Entwicklung der Modernen und Abstrakten Kunst der 1950er und 1960er-Jahre berichten und uns das Wittener Museum genauer vorstellen.

Treffpunkt am 22. April, um 15 Uhr ist der Haupteingang des Museums (Husemannstr. 12, 58452 Witten). Parkmöglichkeiten gibt es auf dem kleinen Parkplatz hinter dem Museum.

Bitte meldet Euch doch bis zum 19. April unter raum45@platzfuerkultur.de oder telefonisch bei Basti, ob ihr teilnehmen werdet.

raum45 plant:

Foto: Socrates Tassos

Straßen zum Platz

In der Zeit vom 10.06.2017 bis zum 24.06.2017 plant raum45 mit Studierenden der Hochschule der bildenden Künste Essen ein Kooperationsprojekt für ein temporäres Kunstprojekt im Isenbergviertel von Essen. Unterstützt werden wir dabei durch den Bürgerverein Moltkeviertel.

Den ursprünglichen Projektentwurf der HBK finden Sie hier: Straßen zum Platz

Wir möchten aus diesem Grund insbesondere die Anwohner einladen, sich mit den Studierenden und ihren Projektskizzen vertraut zu machen und auseinanderzusetzen. Unser Treffen wird am

Samstag den 06.05.2017, 18 Uhr in der

Galerie STRÄTOSPHÄRE (Emilienstr. 2)

stattfinden und ca. eine Stunde dauern. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

WAZ-Artikel vom 19.05.2017

raum45 empfiehlt:

EVELINA VELKAITE  
Neue Arbeiten

Ausstellungsdauer: 25. März bis 26. März 2017
Öffnungszeiten: Sa./So. von 12 Uhr – 18 Uhr
Ort: KARO Kunst in der Kasteienstraße 2, 45127 Essen

Nach einer 10–tägigen Residenz in den ArToll Winterateliers Anfang dieses Jahres präsentiert die Essener Künstlerin Evelina Velkaitė ihre neuesten Werke.

In den intensiven Tagen des Malens sind Arbeiten auf Papier und Leinwand entstanden.

Gewöhnlich arbeitet die Künstlerin mit verschiedenen Materialien wie Öl, Lack, Kreide, verbunden mit Collagetechnik auf großformatigen Leinwänden. Die neuesten Arbeiten führen zurück zu ihren Anfängen in der Malerei. Es ist die bewusste Entscheidung für ein Mittel, die Ölfarbe und das Motiv, die klassische Landschaft – wobei diese nur als Idee, gewissermaßen im Raum schwebend existiert.

raum45 empfiehlt:

Im Rahmen der Ausstellungsreihe Lehrer – Schüler des Kunstvereins Gelsenkirchen präsentieren sechs Professoren und 18 Studierende der HBK Essen ihre Arbeiten aus den Fachbereichen Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien und Malerei/Grafik.

Eröffnung: 17.02.2017 um 19 Uhr

Ort: Kunstmuseum Gelsenkirchen, Alte Villa, Horster Straße 3-5, 45897 Gelsenkirchen

 

samstagsKUNST Nr. 01/2017

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Zum Anfang des Jahres steht mal wieder ein Kirchenbesuch auf dem Programm. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele moderne Kirchenbauten wie zwischen Rhein und Ruhr. Auch die Duisburger Liebfrauenkirche von Toni Hermanns gehört zu einer dieser Kirchen und wurde zwischen 1958 und 1960 erbaut. Die Besonderheit der Kirche ist ihre Doppelgeschossigkeit, die sich hinter einer Fassade aus Stahlbeton und Glas verbirgt.
So einzigartig wie die Architektur, ist auch die Ausstattung der Kirche, stammt sie doch zu großen Teilen von der Vatikankirche der Brüssler Weltausstellung von 1958.
Seit 2007 unterstützt die Stiftung „Brennender Dornbusch“ die Arbeit der Kirche, die seither nicht nur ein Ort spiritueller, sondern auch kultureller Begegnungen ist. Gemeinsam mit einem Mitglied der Stiftung führt uns Thommy durch die Kirche, die dem Stil des Brutalismus zuzuordnen ist.
Anmeldungen bitte wie üblich bis zum 26. Januar 2017 an:
Treffpunkt ist am 28. Januar, um 15 Uhr das Hauptportal der Liebfrauenkirche in der Duisburger Innenstadt (König-Heinrich-Platz,
47051 Duisburg).